Vision wird Wirklichkeit: Wie aus ersten Skizzen eine echte Testdaten-Plattform wurde

Jan 28, 2026 • Paul Kalbitzer

Paul Kalbitzer

Software Engineer

Hi, ich bin Paul.

Seit 2024 unterstütze ich InputLab als Software Engineer. Meinen Master in Computer Science habe ich mit einem klaren Fokus auf Testing und Fuzzing abgeschlossen. Diese Themen haben mich bereits während des gesamten Studiums begleitet. Vor meinem Wechsel zu InputLab konnte ich am CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit tiefe Einblicke in die aktuelle Forschung gewinnen und wertvolle Erfahrung sammeln.


Vom Code zur Realität: Warum Loslassen der wichtigste Sprint war.

Die letzten Monate haben wir uns ziemlich tief in die Entwicklung vergraben. Wir haben geplant, skizziert und gebaut. Jetzt, wo unser Early Access (EA) offiziell läuft, fühlt es sich für mich ein bisschen an wie damals in der Schule: Man hat gerade seine Präsentation gehalten und wartet gespannt auf das Feedback. Nur dass ihr jetzt die Experten seid, die unser „Projekt” im echten Arbeitsalltag testen.

Ich wollte euch heute mal einen Einblick geben, wie sich dieser Wechsel vom „Bauen” zum „Zuhören” für mich angefühlt hat.

Wenn AGB gruseliger sind als die Architektur

Ehrlich gesagt: Die größten Sorgen hatte ich gar nicht bei der technischen Umsetzung. Wir sind ein Team aus Informatikern. Backend, komplexe Datenstrukturen, Logik, da vertraue ich ganz auf das unser Team.

Die wirklichen „Endgegner” waren für mich die Dinge, die man im Studium eher selten lernt. Plötzlich optimiert man nicht mehr die Performance einer API, sondern feilt stundenlang an Formulierungen für Datenschutz und AGB. Das war für mich persönlich die steilste Lernkurve, weit weg von der gewohnten Code-Base.

Informatiker-Logik vs. Nutzer-Realität

Ähnlich war es beim UI/UX-Design. Wir dachten am Whiteboard: „Das sieht doch absolut logisch aus.” Aber die ersten Tage im Early Access waren ein echter Reality Check. Wir haben gemerkt, dass wir bei der Nutzerführung an einigen Stellen noch feinjustieren müssen, damit die Plattform im Alltag wirklich so funktioniert, wie wir uns das vorstellen.

Was mich aber wirklich umgehauen hat: Wie schnell ihr als Community losgerannt seid. Innerhalb von wenigen Stunden kam detailliertes Feedback zu Workflows, die wir so vielleicht gar nicht auf dem Schirm hatten. Es macht unglaublich viel Freude zu sehen, dass das, was wir gebaut haben, bei euch auf echtes Interesse stößt.

Die Zügel aus der Hand geben

Der Moment des Releases war eine große Erleichterung. Irgendwann mussten wir akzeptieren, dass wir in unserem kleinen Team niemals alle Perspektiven gleichzeitig sehen können. Wir haben unsere Ideen in den Kern der Plattform gegossen. Jetzt kommen eure Erfahrungen dazu, um das Bild zu vervollständigen.

Wir haben die erste Welle an Feedback sortiert und gehen jetzt in die Tiefe. Es ist ein Prozess, und ich bin froh, dass wir ihn gemeinsam mit euch gehen.